SoSe 2019

Global Challenges 2019: Circular Economy

 

Veranstalter

Die Ringvorlesung ist ein gemeinsames Projekt der drei interdisziplinären Studienschwerpunkte: Umweltwissenschaften (UWS), Technologie und internationale Entwicklung (TuE), Wissenschafts- und Technikforschung: Normen, Ambivalenzen, Gestaltungsoptionen (NAG) und wird im Sommersemester 2019 unter der Federführung von UWS organisiert. Verantwortliche: Prof. Liselotte Schebek, Dipl.-Soz. Elena Dingersen.

Inhalte

Der Begriff Circular Economy ist heute sehr präsent in der umweltpolitischen Diskussion: Gemeint ist hiermit der Übergang von einer linearen Wirtschaft hin zu einer Kreislaufwirtschaft. Die EU Ebene hat dazu 2015 ihren Aktionsplan veröffentlicht, der einen wesentlichen Beitrag zu den Bemühungen eine CO2 arme, ressourceneffiziente und nachhaltige Wirtschaft zu stärken, darstellt. Jedoch sind selbst in entwickelten Ländern funktionierende Kreislaufsysteme im Sinne eines hochwertigen Recyclings noch lange nicht etabliert. Im Bereich von Schwellen- und Entwicklungsländern fehlen demgegenüber vielfach schon elementare Sammel- und Entsorgungssysteme, was zu gravierenden Umweltproblemen in Form von unkontrollierten Emissionen in Boden und Luft führt und in weiterer Folge auch die menschliche Gesundheit beeinträchtigt. Auf der anderen Seite sind es eben diese Regionen der Welt, in denen heutzutage auf informellem Wege Rohstoffe aus Abfällen gesammelt und wiederverwendet werden – jedoch zunehmend unter Gefahr für Mensch und Umwelt. Kreisläufe des Abfalls existieren aber oft noch in ganz anderer Beziehung – nämlich dadurch, dass Abfälle aus den Industrieländern als „Altprodukte“ in die Entwicklungs- und Schwellenländer gelangen und dort entsorgt werden müssen.

Die diesjährige Global Challenges Veranstaltung befasst sich mit dem Spannungsfeld der globalen Kreisläufe der Abfallwirtschaft. Diskutiert werden Problemfelder spezifischer Abfallströme wie Plastik und Elektroschrott, aber auch die Frage, wie eine Kreislaufwirtschaft gerade in Schwellen- und Entwicklungsländern implementiert werden kann, oder ob diese schon zirkulär agieren und vielleicht gerade solche Konzepte zukunftsfähig sind?

Die Vorlesungsreihe endet am 16. Juli 2019 mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion in Kooperation mit der Schader-Stiftung zum Thema „Kreislaufwirtschaft im Spannungsfeld zwischen globalen Herausforderungen und lokalen Handlungsmöglichkeiten“.

Programm

23. April
Prof. Dr. Heike Weber, TU Karlsruhe
Müllrecycling: Der Glaube an das technische Schließen von Stoffkreisläufen in historischer Perspektive.
30. April
Dr. Willi Haas, Universität für Bodenkultur, Wien
Von zirkulären Diskursen und materiellen Linearitäten: eine Bestandsaufnahme
07. Mai
Dr. Costas Velis, University of Leeds
Sustainable Waste Management Concepts in Developing and Transition Countries
14. Mai
Dr. Mushtaq Ahmed Memon, UN Environment Programme, Bangkok
Progress of Circular Economy
28. Mai
Prof. Roland Geyer, University of California
Production, Use, and Fate of All Plastics Ever Made
04. Juni
Paola Canfora, Joint Research Centre of the European Commission
Towards a More Circular Economy in Europe
11. Juni
Prof. Dr. Sina Leipold, Universität Freiburg
Bioökonomie und Circular Economy
18. Juni
Felix Preston, Chatham House, London
Circular Economy in Developing Countries – A Development Opportunity?
25. Juni
Elisabeth Smith, Demontage- und Recycling Zentrum, Wien
E-Waste
02. Juli
Alexis Figeac, Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production
Geschäftsmodelle für Circular Economy
09. Juli
Dr. Henning Wilts, Wuppertal Institut
Europas schwierige Transformation zur Kreislaufwirtschaft
16. Juli
Podiumsdiskussion in der Schader-Stiftung
Kreislaufwirtschaft im Spannungsfeld zwischen globalen Herausforderungen und lokalen Handlungsmöglichkeiten
23. Juli
Klausur

Weitere Informationen

Dienstags: 18:05 – 19:45

Raum: S208/171

TUCaN-Nr: 13-K3-0009-vl

Kontakt: