Studienschwerpunkt Wissenschafts- und Technikforschung

Studienschwerpunkt Wissenschafts- und Technikforschung:

Normen, Ambivalenzen, Gestaltungsoptionen (NAG)

(vormals: Nachhaltige Gestaltung von Wissenschaft und Technik / NaG)

 

Aktuelles:

Veranstaltungsübersicht iSP NAG im Wintersemester 2019/20

Ziele und Inhalte

Längst hat die Forschung ihren Elfenbeinturm verlassen und muss Rede und Antwort stehen: Sie soll Verantwortung übernehmen für nachhaltige Entwicklung, sie soll terroristischen oder kriegerischen Missbrauch ihrer Ergebnisse verhindern, sie soll die Risiken und Ambivalenzen technischen Fortschritts abschätzen, sie soll zwischen alternativen Entwicklungspfaden entscheiden. Anhand aktueller Fallstudien bereitet der interdisziplinäre Studienschwerpunkt (iSP) Wissenschafts- und Technikforschung: Normen, Ambivalenzen, Gestaltungsoptionen (im weiteren NAG) auf Auseinandersetzungen um Verantwortung, Frieden, Sicherheit und Nachhaltigkeit vor

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Anerkennung

Die Regelungen zur Anerkennung sind in den Fachbereichen sehr unterschiedlich.

Je nach Studiengang ist eine Anerkennung möglich als:

  • Austauschfach (Diplom)
  • Nebenfach (Magister, Staatsexamen)
  • Wahlfach, Wahlpflichtfach (Diplom, Bachelor, Master)
  • Modul (Bachelor, Master)
  • fachübergreifende Lehre (alle Studiengänge)

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Struktur

Der interdisziplinäre Studienschwerpunkt Wissenschafts- und Technikforschung: Normen, Ambivalenzen, Gestaltungsoptionen (NAG) führt den bisherigen interdisziplinären Studienschwerpunkt Nachhaltige Gestaltung von Wissenschaft und Technik (NaG) unter neuem Namen, aber mit gleicher Ausrichtung fort.

Das Lehrprogramm NAG ist in vier Themenfelder gegliedert:

Themenfeld 1| Forum Nachhaltigkeit (neu)

Themenfeld 2| Wissenschaft und Technik in der Gesellschaft (entspricht dem Modul T der alten Studienordnung)

Themenfeld 3| Leitbilder verantwortlicher Forschung (entspricht dem Modul K der alten Studienordnung)

Themenfeld 4| Entwicklung, Bewertung, Regulierung neuer Technologien (entspricht dem Modul E der alten Studienordnung)

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Alle Wissenschaftler*innen und insbesondere Ingenieure sind gegenwärtig gefordert, sich aus der eigenen Disziplin herauszubewegen. Technische Infrastrukturen unterliegen einem stetigen, schnell fortschreitenden Wandel, mit einer Vielzahl an Konsequenzen, die nicht vor Disziplinengrenzen Halt machen und die es – soweit möglich – im Vorfeld zu berücksichtigen gilt.

Chancen und Risiken, Nutzen und nicht intendierte Nebenfolgen, verbesserte Produkte, aber auch negative Technikfolgen für Mensch und Umwelt – all dies ist charakteristisch für den Einsatz von Technik in der Moderne. Mit dieser Ambivalenz von Technik befasst sich die Technikfolgenabschätzung (kurz TA). In den 1960er Jahren in den USA als „technology assessment“ entstanden, umfasst die Technikfolgenabschätzung Methoden zur Identifikation potentieller Auswirkungen von Technikeinsatz und gleichermaßen die gesellschaftliche Bewertung dieser Implikationen. Die Technikfolgenabschätzung soll dabei helfen, Risiken, nicht intendierte Nebenwirkungen und potentielle Schäden frühzeitig zu erkennen und auf ein akzeptables Maß zu mindern. Als interdisziplinärer Ansatz ist die TA eingebettet in wissenschaftliche Analyse, Politikberatung sowie Technikentwicklung und -bewertung. Das Seminar führt ein in die unterschiedlichen Facetten der TA.

Das Seminar wird jeweils im Sommersemester angeboten.